Alles dreht sich

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

KUNST Die Ausstellung "Summer of Love" in der Kunsthalle Wien verabreicht eine Überdosis psychedelischer Kulturgüter.

Bewusstseinserweiternde Drogen hinterließen in der Kultur der späten Sechzigerjahre einige Spuren, die nun von der Ausstellung "Summer of Love" in der Kunsthalle Wien dokumentiert werden. Die zur psychedelischen Welle gehörenden Werke sind einfach zu erkennen, denn keine Drogen führen zu so gleichförmigen Resultaten wie Halluzinogene: Alles dreht sich, alles bewegt sich; und alles ist so bunt, dass man glauben könnte, die Hippiekultur wäre eine Marketingidee der TV-Anstalten zur Propagierung des Farbfernsehens, das in Deutschland im Jahr des "Summer of Love", 1967, eingeführt wurde (die erste farbige TV-Show hieß übrigens "Der goldene Schuss").

Eines der Anliegen der Ausstellung ist es, der jahrzehntelang ignorierten psychedelischen Kultur den ihr gebührenden Platz in der Kunstgeschichte einzuräumen. Die Bildchen von Adrian Piper oder John McCracken im Stile


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