PUSCHNIGS NEUE PLATTEN

Von Kärnten nach Amerika

Kultur | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

Mittlerweile ist es auch schon wieder genau 15 Jahre her, dass Wolfgang Puschnig seine bislang vielleicht beste, sicher aber originellste Platte einspielte: "Alpine Aspects". Rechtzeitig zu seinem fünfzigsten Geburtstag wurde diese nach wie vor unterschätzte Großtat der jüngeren Jazzgeschichte neu aufgelegt und verdient auch noch 2006 eine gebührende Würdigung. Noch bevor die "neue Volksmusik" von Hubert von Goisern & Co fröhliche Urständ feierte, nahm sich der kosmopolitische Kärntner mit viel Ernst, Herz und Witz der alten, traurigen Lieder seiner Heimat an, die ihm sein Großvater vorgesungen hatte, und holte sie in die Gegenwart.

"Das ist keine ,moderne Volksmusik'", ließ Puschnig damals programmatisch im Begleittext verlauten, "es ist auch keine Kombination von Volksmusik und ,Jazz', oder welchen Begriff auch immer man dafür erfinden mag." Tatsächlich ist das Ganze viel mehr als die Summe seiner Teile, die bis dahin völlig unvereinbar erscheinen mussten: Denn wie bitte


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