INTERVIEW

Soziale Avantgarde

Steiermark Politik | Thomas Wolkinger | aus FALTER 20/06 vom 17.05.2006

Seit beinahe sechs Jahren kümmert sich die Caritas in Graz bereits um Drogensüchtige - im Kontaktladen beim Orpheum sowie auf der Straße. Im Vorjahr wurden im Kontaktladen rund 320.000 frische Spritzensets ausgegeben, derzeit werden 600 Drogenabhängige betreut. Caritas-Direktor Franz Küberl fordert nun zusätzlich die Einrichtung eines Drogenkonsumraums in der Stadt und eine mutigere Diskussion über Maßnahmen, die andernorts bereits zum normalen Betreuungsangebot gehören.

Falter: Sie haben bereits vergangenes Jahr gemeint, dass es Zeit wäre über öffentliche Konsumräume für Drogenabhängige in der Steiermark nachzudenken. Hat sich diese Idee konkretisiert?

Franz Küberl: Es ist ein bisschen etwas weitergegangen. Erstens waren die Rückmeldungen, die ich erhalten habe, durchaus positiv. Zweitens hat die zuständige Grazer Stadträtin Wilfriede Monogioudis letzte Woche bekräftigt, dass sie auch meint, dass das wichtig sei. Wir wissen, dass die politischen Mühlen langsam mahlen,


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