Wille ohne Weg

Steiermark Politik | Donja Noormofidi Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

ARBEITSMARKT Während die Bundesregierung beklagt, Ausländer wollten sich nicht integrieren, werden ausländische Arbeitnehmer in Österreich oft wie Sklaven ausgebeutet und müssen sich von einem Drecksjob zum nächsten dienen. Ohne Chancen auf Aufstieg und Integration.

An seinem ersten Arbeitstag in der Gerberei musste Ali Ekber (Name von der Redaktion geändert) zuerst einmal kotzen, so stank es dort nach verwesenden Tierhäuten und Chemikalien. "Aber nach einem Monat ist es ganz normal, dann riechst du nichts mehr." Dann bleibt nur noch die harte Arbeit: Im Akkord müssen die Tierhäute in Chemikalien getaucht werden, um sie von Schmutz und Haaren zu reinigen. Zwei Männer wuchten die hundert Kilo schweren Häute auf die nächste Maschine, wo sie gepresst und geschnitten werden. Drei Jahre hielt es Ekber in der Fabrik aus, dann wechselte er in einen anderen Job. Als Schweißer - das hat er eigentlich gelernt. Doch die meisten gehen nicht freiwillig, erklärt Fouad Melab, der für den


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