INTERVIEW

"Anstand und Respekt"

Steiermark Politik | Thomas Wolkinger | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

Bei so viel Rückenwind aus Wien wollte der steirische ÖVP-Geschäftsführer Hannes Missethon auch nicht kleinlich sein. Alarmiert von den Ergebnissen der von Innenministerin Liese Prokop frei interpretierten Studie über Moslems in Österreich erklärte er das "Multikulti-Konzept der Linken" für gescheitert.

Falter: Sie haben vom "Unbehagen" gegenüber Ausländern gesprochen. Wie äußert sich das?

Hannes Missethon: Es ist so ein dumpfes Gefühl da, weil Grenzen nicht mehr klar sind. Zum Beispiel wird die Staatsbürgerschaft bei uns so unter dem Tisch hinübergereicht. Unser Vorschlag ist es, die Verleihung in die Gemeinden zu verlagern, verbunden mit einem Ritual und einer Angelobung auf unsere Verfassung.

Und Blasmusik und Kameradschaftsbund?

Ich glaube, der Gemeinderat wäre ein schönes Gremium. Und dann sollte man das auch in der Gemeindezeitung darstellen. Herzlich willkommen, die neuen Österreicher. Dann ist klar: Halt, das ist jetzt kein Pole, kein Türke und kein Bosnier mehr.


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