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Steiermark Politik | Christian Fleck | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

Knapp vor dem Erreichen des Ablaufdatums scheint sich die schwarz-blau-orange Regierung jene Fischverpackungsfirma zum Vorbild erkoren zu haben, die in die Schlagzeilen kam, als sie aufgetaute Fische wieder einfror und zum Verkauf in die Vitrine legte. Innenministerin Liese Prokop (ÖVP) will uns den stinkenden Fisch Marke Ausländerhetze als eben erst entdeckte integrationsunwillige Parallelgesellschaft andrehen. Was früher als Ausländerkriminalität oder Russenmafia und noch ein bisserl davor als Überfremdung und Umvolkung unters Wählervolk gebracht wurde, das heißt nun Integrationsunwilligkeit und Parallelgesellschaft.

KOMMENTAR Statt mit der Frau Innenminister "Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?" zu spielen, sollte man sich dieser Debatte enthalten.

Obwohl das Kalkül der um ihre Wiederwahl bangenden ÖVP offenkundig ist, fallen einige auf den Schmäh herein und diskutieren ernsthaft über diese angeblichen Gefahren. In Österreich besteht kein Grund für die Annahme, dass diese


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