Was plant Graz?

Steiermark Kultur | Fabian Wallmüller Und Franz Niegelhell | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

STADTPLANUNG Wolkenkratzer am Schloßberg, Murüberbauung, U-Bahn bis Maribor - an großen Visionen für Graz hat es noch nie gemangelt. Allerdings: Was heißt heute schon Stadtplanung, und welche Möglichkeiten hat sie überhaupt, wenn die Stadtkassen leer sind? Mit dem "Falter" diskutieren Finanzstadtrat Wolfgang Riedler und Architekt Harald Saiko.

Die gute Nachricht zuerst: Graz wächst wieder. Nachdem bei der Volkszählung 2001 mit 226.000 Einwohnern die Talsohle eines dreißig Jahre langen Rückgangs der Stadtbevölkerung erreicht war, hat Graz in den Jahren danach wieder zugelegt - um rund 2500 Einwohner pro Jahr. Freilich, da der kommunale Finanzausgleich auf Basis von Volkszählungen verhandelt wird, wird sich das Plus an Einwohnern erst nach der nächsten Zählung 2011 auch im Geldsäckel der Stadt positiv bemerkbar machen - hoffentlich. Denn dort schaut es nach wie vor düster aus. 900 Millionen beträgt der gegenwärtige Schuldenberg, erläutert Finanzstadtrat Riedler. Er plant


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