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Steiermark Kultur | Gregor Schenker | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

Es gibt Termine, an denen sollte man keinesfalls eine Theaterpremiere ansetzen. Das Champions-League-Finale ist ein solcher. Insbesondere dann, wenn der Schauspieler leidenschaftlicher Fußballfan ist und im Eilzugstempo durch den Text jagt, um die Fernsehübertragung nicht zu versäumen. So geschehen vergangenen Mittwoch an der THEO-Bühne in Oberzeiring. "Die Badewanne" heißt das Stück, dessen deutschsprachige Uraufführung anstand. Autor Michal Walczak, in seinem Heimatland Polen für seine Bühnenwerke zur postsozialistischen Situation, zu Arbeitslosigkeit und Armut mehrfach prämiert und einer der bekanntesten Dramatiker der jungen Generation, wird neuerdings auch von deutschsprachigen Bühnen entdeckt. Die "Badewanne" ist gleichzeitig Lieblingsort und Spitzname eines Mannes, der einen einsamen Monolog mit seiner Frau führt. Sein Entchen nennt er sie, sehnt sich danach, dass sie ihm den Rücken schrubbt und die Pickel ausdrückt. Sehnt sich nach Sauberkeit. Doch sie ist nicht mehr


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