Pause für Dr. Strangelove

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

AUSLAND Ausgerechnet die US-Militärs haben die Neuausrichtung der amerikanischen Iranpolitik befördert.

Als vor ein paar Wochen die Enthüllungen über hochaktuelle, angeblich auch vor einem Atomschlag nicht zurückschreckende Angriffspläne der USA gegen den Iran durch die Welt gingen, da fragten viele, woher denn diese angeblich todsicheren Informationen stammen. Inzwischen weiß man es ziemlich genau: Die Indiskretionen kamen gezielt aus den obersten Führungsetagen des amerikanischen Militärs, wo man Anfang des Jahres tatsächlich fürchtete, von der Regierung Bush unvorbereitet in einen neuen Krieg getrieben zu werden. Die Rechnung der hochgestellten Informanten ist inzwischen aufgegangen: Die amerikanische Öffentlichkeit lehnt neue außenpolitische Abenteuer der USA ab. Die Popularitätswerte des Präsidenten fielen in ungeahnte Tiefen, nicht nur, aber auch aus außenpolitischen Gründen.

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist die mit großem Getöse eingebrachte Iranresolution,


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