"Theater gibt's ja nicht!"

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

FESTWOCHEN Der deutsche Regisseur Jürgen Gosch ist mit "Macbeth" und "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" zu Gast. Der "Falter" sprach mit einem Künstler, der so souverän wirkt wie seine Inszenierungen.

Jürgen Gosch, 62, befindet sich in der Spätform seines Lebens. Nachdem es eine Zeit lang ruhig um ihn geworden war, kann sich der Regisseur seit drei, vier Jahren kaum noch der Angebote erwehren. Will er auch gar nicht: Gosch inszeniert ein Stück nach dem anderen, in der laufenden Spielzeit brachte er sechs Produktionen in sechs verschiedenen Städten heraus.

Der in Cottbus geborene Gosch übersiedelte, wie viele unliebsam gewordene DDR-Regisseure, 1978 nach Westdeutschland, wo er schnell Karriere machte; seine berühmte Kölner "Ödipus"-Inszenierung war 1986 auch bei den Wiener Festwochen zu sehen. Zwanzig Jahre später ist Gosch wieder da, diesmal mit gleich zwei Arbeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Seine blutige Düsseldorfer Fassung von Shakespeares "Macbeth"


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