Ich bin's, dein Tod

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

FILM Mit Takashi Miikes "The Call" erreicht uns ein weiterer Ausläufer der Japan-Horror-Welle, die sich auch in Hollywood großer Beliebtheit erfreut. Welche Ängste mobilisiert ein Kino tödlicher Anrufe, Videos und Computerviren?

Eine Studentin erhält einen Anruf auf ihrem Mobiltelefon. Weil kein Name auf dem Display erscheint, nimmt sie ihn nicht an. Die Box meldet eine neue Nachricht. Das Datum liegt in der Zukunft, und was sie hört, wird zwei Tage später ihr eigener Todesschrei sein.

Ein Vorfall, wie ihn sich Teenager im Zeltlager erzählen. Nicht übermäßig originell, aber darum geht es nicht. Der 45-jährige japanische Regisseur Takashi Miike ist ein Meister des Zitats, und nach diesem Einstieg in seinen Handyhorror-Film "The Call" ("Chakushin ari") lässt er das todgeweihte Mädchen zurückkehren in die Runde ihrer Freunde, wo gleich noch weitere "düstere Legenden" aufgetischt werden. Die Erzähltradition, auch die des amerikanischen Genrekinos, wird humorvoll kenntlich gemacht


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