NÜCHTERN BETRACHTET

Eine Feststiege aus Bärenfell

Kultur | aus FALTER 21/06 vom 24.05.2006

Ich würde das Tragen von Pelzmützen ab circa Mitte April eigentlich nicht mehr thematisieren, weil meteorologisch antizyklische Kolumnistik an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt. Wie es darum bestellt ist, kann man schon dem wunderbaren Titel jener Magisterarbeit entnehmen, der ich dieses Wissen verdanke: "Mainstream ist der Ast, auf dem der Kolumnist sein Nest erbaut." Da behaupte noch einer, unsere Publizistikinstitute seien autopoetisch gesteuerte Institutionen mit dem ausschließlichen Ziel der Selbsterhaltung! Frau Margarete Ljungstroem-Leuchtfüssl trägt ihren Magistratitel, weiß Gott, mit großem Recht (Jochen Distelmeyer soll sich übrigens schon die Vertonungsrechte ihrer Arbeit gesichert haben). ORF.at wiederum verdanke ich die Information, dass die original Bärenfellmützen buckinghammäßig sehr wohl noch in Verwendung sind, wogegen sich nun britische Bärenschützer durch Selbstentblößung kritisch gewandt haben. Mir hat man das freilich seinerzeit ganz anders erzählt!


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