PETZ' NEUER ROMAN

Pessimistische Utopie

Helmut Bast | Steiermark Kultur | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

Das Buch "Die Tausendjährige Nacht" ist als ein "gewaltiger" Roman angelegt, der nichts weniger will als - im Genre der Utopie angelegt - modellhaft die Entstehung und Fortentwicklung von Zivilisation schlechthin darzustellen. Ein großer Wurf ist das Buch allemal. In einer kraftvollen und dennoch nüchternen, objektivierenden Sprache versucht Georg Petz, verschiedene gesellschaftliche Entwürfe, die sozialen und politischen Veränderungen, Befindlichkeiten, ja den zivilisatorische Prozess schlechthin quasi objektiv in allegorische Bilderwelten zu bannen. In einem breiten, mäandernden Erzählfluss legt er dar, wie Überlebende eines Flugzeugabsturzes einen Neubeginn starten. In einem zeit-und ortlosen Raum jenseits der bekannten Zivilisation und ohne Erinnerung an das Früher bevölkern sie eine verlassene Stadt, die Arche, an einem von einer riesigen Steinwüste und dichtem Eichenwald umgebenen Fluss. Eine archaische Gesellschaft baut sich auf, welche die sechs Wohntürme der Stadt bevölkert.

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