Reform unter Stress

Ferdinand Karlhofer | Vorwort | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

KOMMENTAR Soll die Reform des ÖGB nach der Bawag-Krise gelingen, müssen die Gewerkschafter mutige Schritte wagen.

Das Tempo, mit dem die Gewerkschaft ihre eigene Reform angeht, überrascht. Immerhin wurden in den vergangenen 15 Jahren bereits mehrere Anläufe genommen, bei denen es "nur" um eine Begradigung der durch den wirtschaftlichen Wandel hinfällig gewordenen alten Branchengliederung gegangen war. Die Erfolge waren eher dürftig, zu groß waren die Eigeninteressen und die Blockademacht der großen Gewerkschaften (Privatangestellte, Metaller, Beamte). Was an Änderungen erzielt werden konnte, beschränkte sich im Wesentlichen auf die Angliederung kleiner, für sich nicht mehr lebensfähiger Gewerkschaften an eine der größeren.

Das Projekt, das jetzt anläuft, geht viel weiter als alles Bisherige. Nun stehen auch Fragen der Willensbildung, der Kontrolle und der Finanzierbarkeit der gewerkschaftlichen Arbeit zur Diskussion. Kaum mehr als ein halbes Jahr Zeit bleibt den dieser Tage

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