Klagen und Wehklagen

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

JUSTIZ Acht Jahre war Peter Heidegger unschuldig eingesperrt. 2003 wurde er dafür mit 950.000 Euro entschädigt. Jetzt will sich die Republik das Geld bei den verantwortlichen Kriminalbeamten holen. Doch die Innenministerin blockiert.

Wie bereits oben ausgeführt, wurde Peter Heidegger auf gesetzwidrige Weise, ja - zumindest objektiv - amtsmissbräuchlich festgenommen. Es ist nicht auszuschließen, ja, es gibt sogar Anhaltspunkte dafür, dass er zu seinem Geständnis mit Vorgehensweisen seitens der erhebenden Beamten, die dem Gebot des ,fair trial' widersprechen, veranlasst wurde. Die Erhebungen wurden völlig einseitig nur gegen ihn geführt, alles, was zu seiner Entlastung dienen hätte können, wurde einfach negiert." Mit diesen Worten begründete das Landesgericht Salzburg im Jänner 2004 seinen Beschluss, Peter Heidegger für 2865 Tage rechtswidriger Haft eine Entschädigung von 950.000 Euro zuzusprechen.

Im wieder aufgenommenen Prozess gegen den Gmundner hatten sich die massiven Vorwürfe


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