Mordfall Deubler

Chronologie eines Justizskandals

Politik | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

Fünfter Juli 1993: Kurz vor Mitternacht wird die 28-jährige Taxilenkerin Claudia Deubler in einem Schotterwerk in Wals-Käferheim halb im Auto liegend erschossen aufgefunden. Zwei Tage später forscht die Kriminalpolizei den damals 19-jährigen Präsenzdiener Peter Heidegger aus. Er gesteht, die Tat mit einem umgebauten Signalstift verübt zu haben.

Mai 1994: Noch vor Beginn seines Prozesses nimmt Heidegger das Geständnis zurück. Die Polizisten hätten ihn bei den Vernehmungen unter Druck gesetzt.

10. Juni 1994: einstimmiger Schuldspruch der Geschworenen. Heidegger wird wegen Mordes und schweren Raubes zu 17 Jahren Haft verurteilt. Der Oberste Gerichtshof setzt später noch eins drauf und erhöht die Strafe auf zwanzig Jahre.

Zehn Tage nach dem Urteil erklärt Daniel N. mehrfach gegenüber der Polizei, er sei dabei gewesen, als sein damaliger Freund Tomi S. - und nicht Heidegger - Claudia Deubler mit einer Faustfeuerwaffe erschoss. Die ermittelnden Behörden glauben ihm nicht. N. muss


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