Im Osten nichts Gutes

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

ARCHITEKTUR Wie sieht die Zukunft des Bauens aus? Die Ausstellung "Europas beste Bauten" im Ringturm zeigt sehenswerte Antworten.

Europa scheint selbstmüde. Und wieder westbezogen. Was an Kulturellem östlich der alten Demarkationslinie zwischen gut und nicht gut (schlecht, böse, altbacken etc.) passiert, hat wieder wenig Chancen, wahrgenommen zu werden. Das Ende der Nachsichtigkeit zeichnet sich auch unter den traditionell kosmopolitischen Architekturbegutachtern ab.

Der rettende Umbau eines in der kommunistischen Zeit schwer lädierten barocken Klosters in Tschechien ist das einzige Bauwerk aus dem einstigen Osteuropa, das für gut genug befunden wurde, unter jene 33 Bauten eingereiht zu werden, die in die "engere Auswahl" für den "Mies van der Rohe Preis 2005 / Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur" einbezogen wurden. Beziehungsweise in die begleitende Wanderausstellung "Europas beste Bauten" aufgenommen zu werden, was ebenfalls als eine Auszeichnung deklariert


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