AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Katrin Schuster | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

Elternsex. Wovor sich alle grausen, damit beginnt Rabea Edel ihren Debütroman "Das Wasser, in dem wir schlafen". Als etwa zweijähriges Kind beobachtet die Erzählerin, wie auf einem Rastplatz ihre Schwester Lina gezeugt wird. "Als Vater viel zu schnell und mit geöffneten Augen kam, löste sich die Handbremse." Eine Fliegenplage hat sich zudem übers Land gelegt. Kein Wunder, dass es mit dem Geschlechtsleben der beiden Mädels hapert, vor allem, als ein Mann namens Gregor dazu-und dazwischenkommt. "Wahrscheinlich war es eine selbstverständliche Folge von Ereignissen, die dahin führten, dass er in Linas Türrahmen stand und zusah, wie sie sich zwischen die Beine griff." Doch Lina greift nicht nur sich selbst zwischen die Beine, sondern auch der Schwester. Und immer wieder legt sie sich aufs Eis des Sees vorm Haus. Dass die unselig pubertierende Schwesternliebe mit männlichem Bettstatisten nicht gut ausgeht, wird bereits zu Beginn angedeutet. Auf den Grund dieses bedeutungsschwanger


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