Gelb her!

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

AKTIONISMUS Der junge Theatermacher Vladimir Petkovic hat die "Gelbe Partei" gegründet: Diese Woche wird plakatiert.

Gelb ist eine saubere Farbe", sagt Vladimir Petkovic, "eine Farbe, die schnell schmutzig wird." Gelb nennt sich eine neue Partei, die in den nächsten Tagen mit Plakatwerbung in der Wiener Öffentlichkeit sichtbar wird: Die Gelben machen mit Politik Kunst. "Die Politik mischt sich hier in die Kunst ein. In Österreich ist die Kunst so schüchtern und wehrt sich nicht dagegen." Stattdessen würden viele Künstler lieber herumjammern. Dass es kein Geld gebe, dass die Förderungen immer rarer würden. "Ich bin manchmal auch unzufrieden", sagt Petkovic, "dieses Plakat ist mein Jammern." Kunst würde zwar gerne als Unterhaltung betrachtet, aber um die Menschen, die Kunst produzieren, um die schere man sich häufig nicht. Der Theatermacher (zuletzt sah man ihn in der Produktion "Familientisch") kam vor sechs Jahren aus Serbien nach Wien und mag die Bedingungen, unter denen hierzulande


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