Kino unter Steinen

Stadtleben | Saskia Jungnikl | aus FALTER 22/06 vom 31.05.2006

FREILUFTKINO Der bisherige Standort des Kinos unter Sternen im Augarten ist durch die Baufälligkeit des Flakturms bedroht.

Wenn sich da noch so eine fette Taube draufsetzt, kommt alles runter", sagt eine Besucherin im Augarten zu ihrem Begleiter. Tatsächlich bevölkern ganze Taubenschwärme den fast 55 Meter hohen Flakturm. Sie sind die Einzigen, die sich dem Betonklotz aus dem Zweiten Weltkrieg derzeit bedenkenlos nähern. Die Burghauptmannschaft, in deren Verantwortung das Gebäude steht, hat in der vergangenen Woche eine Bannmeile von 120 Metern gezogen. Für Veranstaltungen gilt eine 200-Meter-Grenze - sicherlich sinnvoll, in diesem Fall aber blöd, denn innerhalb dieser Verbotszone befindet sich das Areal von Kino unter Sternen.

"Wir haben aus der Zeitung erfahren, dass hier abgesperrt wird", sagt Judith Wieser, die Geschäftsführerin des Open-Air-Filmfestivals. Jetzt suchen die Mitarbeiter hektisch nach einem Ausweichplatz, denn viel Zeit bleibt nicht: Das 10-Jahre-Jubiläum der

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