War Multikulti gestern?

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

AUSLAND Bei der Einwanderung verschieben sich Standpunkte. Ideologisch argumentiert nicht mehr die Linke, sondern die Rechte.

Arnold Schwarzenegger hat die Kurve am schnellsten gekratzt. Der Austroamerikaner, der vergangenes Jahr den aus Vietnam-Veteranen und pensionierten Polizisten hervorgegangenen Privatmilizen der "Minutemen" für ihre Propagandaeinsätze an der Grenze zu Mexiko seinen Segen gab, besucht jetzt Einbürgerungszeremonien und kritisiert seine Hardliner-Parteikollegen in Washington. Das Millionenmeer von Demonstranten, die dieses Frühjahr von Los Angeles bis New York die Straßen gefüllt haben, tut seine Wirkung. Mit einem Anteil von dreißig Prozent der Bevölkerung sind die Latinos in Kalifornien eine Gruppe, die kein Politiker in einem Wahljahr ignorieren kann. Und tatsächlich scheinen die Kalifornier bereit, ihrem Governor seine rechten Ausrutscher zu verzeihen: Während sich die Republikaner sonst im freien Fall befinden, beginnt sich Schwarzenegger von seinem Tief


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