"Ich fühle mich geneppt"

Politik | Gerald John Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

SPÖ Parteichef Alfred Gusenbauer über seine geschrumpften Wahlchancen, den roten Flop beim Asylgesetz, das zynische Lächeln Werner Mücks und die Schweißperlen auf der eigenen Oberlippe.

Das Bild ist pure Motivation, nicht nur, weil Altkanzler Bruno Kreisky drauf ist. Die Galerie Steinek hat Alfred Gusenbauer das Wandgemälde des Malers Sebastian de Ganay geliehen - und zum Ansporn versprochen: Wenn der SPÖ-Chef die Nationalratswahlen im Herbst gewinnt, darf er die Komposition aus rotem Öl auf Plastikfolie behalten. Eine umso höhere Hürde, seit die Gewerkschaft und ihre Bawag in eine Krise taumelten.

Falter: Wegen der Bawag-Affäre mutierten Sie vom Umfragekaiser zum Außenseiter. Wieder einmal scheint es, dass Sie kurz vorm Ziel scheitern. Haben Sie Angst, als Prinz Charles der österreichischen Innenpolitik in die Geschichte einzugehen?

Alfred Gusenbauer: Und wer wäre dann die Queen? Wolfgang Schüssel? Vom Altersunterschied ginge sich das zwar aus, aber in dieser Rolle habe ich


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