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Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

FESTWOCHEN-TAGEBUCH Woche vier: Halluzinieren mit Peymann, Rauchen und Trinken mit Albee, Zeitreisen mit Forced Entertainment.

Während andere im lauen Biergarten sitzen oder wichtige Fußballspiele verfolgen, hockt der "Falter"-Kritiker von Anfang Mai bis Mitte Juni fast jeden Abend im Theater. Damit die Festwochen-Verweigerer wissen, ob sie etwas versäumt haben, führt er auch heuer Tagebuch.

Dienstag, 30. Mai: Liebes Tagebuch! Bedrohliche Anzeichen einer Überdosis Festwochen machen sich bemerkbar. Heute hatte ich erstmals Halluzinationen: Auf der Bühne der Halle G sah ich Claus Peymann und Hermann Beil, die Thomas Bernhard spielten! Peymann spielte natürlich sich selbst und schwitzte äußerst lebensecht, Beil war als Frau verkleidet und gab das Fräulein Schneider. Im Publikum saßen überwiegend Leute, die man sonst eher bei den Festspielen in Reichenau antrifft, und lachten sich kaputt.

Liebes Tagebuch! Nach einem Besuch beim Theaterarzt habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht.


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