AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Stefan Löffler | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

Es vergeht keine Woche ohne neue Erkenntnisse über die globale Erwärmung und ihre Folgen. Gletscher und Eisschilde tauen schneller ab, als die Prognosen erwarten ließen, Stürme nehmen zu, Arten sterben aus. Obgleich keines dieser Bücher dem Schicksal entgeht, bei Erscheinen schon wieder ein wenig veraltet zu sein, bleibt die Botschaft aktuell: Nicht Terrorismus, Arbeitslosigkeit oder Kindermangel werden die zentralen Probleme des 21. Jahrhunderts sein, sondern der Klimawandel. Elizabeth Kolbert ist zu den Schmelzpunkten nach Grönland, Alaska und Island gereist. Nüchtern beschreibt sie in "Vor uns die Sintflut", wie sich die Niederlande auf den Anstieg des Meeresspiegels einstellen oder wie die Umweltsprecherin des US-Präsidenten jede Frage mit der gleichen Leerformel beantwortet. Als Dreiteiler im New Yorker vor einem Jahr war ihre Reportage bahnbrechend. Inzwischen wird sie selbst schon vom US-Mainstream übertönt: Vom Time-Cover schreit ein einsam auf einer Eisscholle treibender


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige