BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

Nach der Fertigstellung der Südbahn 1854 entstand am Semmering eine Villenkolonie, deren Typologie sich an die Architektur alpiner Bauernhäuser anlehnt. Es ist die einzige Kolonie dieser Art in Europa; nirgendwo sonst setzte man sich dermaßen differenziert mit alpiner Architektur auseinander. Der Schweizerhausboom begann mit der Weltausstellung 1873. Der vorliegende Band versammelt die Schweizer und Tiroler Vorlagen für die Sommerresidenzen der Wiener High Society und dokumentiert die Geschichte der einzelnen Häuser aus der Zeit des Historismus. Er zeigt aufwendig vertäfelte Innenräume, Laubsägeornamente und liebevoll bemalte Torbögen, mit denen etwa die Opernarchitekten Fellner und Helmer ihre Bauten im Grünen verzierten.

Günther Buchinger: Villenarchitektur am Semmering (Band 2), Wien, Köln, Weimar 2006 (Böhlau Verlag), 264 S., E 59,-


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