Das Gedächtnis der Stadt

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

GESCHICHTE Die Wienbibliothek im Rathaus feiert Jubiläum: Eine der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Institutionen der Stadt wird 150.

Hundertfünfzig Jahre entsprechen 54.787,5 Tagen oder 1.314.900 Stunden. Eine sehr lange Zeit. Und dann auch wieder nicht. Wie flüchtig die Zeit ist und wie relativ, lässt sich gut in der Wienbibliothek im Rathaus nachvollziehen. 1856 erfolgte der Beschluss des Wiener Gemeinderates, die Stadtbibliothek, damals noch mit Sitz im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße, neu zu gründen; 1886 übersiedelte die Bibliothek an ihren derzeitigen Standort.

"150 Jahre sind eine kurze Zeit", sagt Gerhard Renner, geboren 1952, Literaturwissenschaftler, stellvertretender Direktor der Bibliothek. 150 Jahre fliegen, bibliothekstechnisch betrachtet, nur so vorbei. Die früheste Erwähnung einer Büchersammlung im Alten Rathaus datiert aus dem Jahr 1446 - in dem historischen Dokument ist von einer "librej" die Rede. 1780 wurde die Stadtbibliothek aufgelöst, bis zur Neugründung


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