TIER DER WOCHE

Sture Sache


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

"Pamploneses, viva San Fermin, Gora San Fermin"

(Schlachtruf der "204-Stunden-Fiesta nonstop" in Pamplona)

Mit dem Abschuss einer Rakete, der chupinazo, vom Rathausbalkon beginnt am 6. Juli die bekannteste aller Fiestas in Pamplona. Das alte Fest zu Ehren des Märtyrers San Fermin, der eigentlich für seine aufrechte christliche Lebensführung verehrt wird, ist heute vor allem wegen seinem Stierringelpiez und dem kollektiven Massenbesäufnis beliebt. In den letzten Jahren ist die Tradition, frühmorgens vor den Stieren durch die Stadt zu laufen, unter Beschuss geraten. Weniger wegen den bislang 14 Toten und jährlich dreißig bis vierzig Verletzten, die von den Bullen niedergetrampelt werden, als vielmehr wegen dem anschließenden Stierkampf in der Arena. Für mozos, wie die Läufer heißen, gibt es mittlerweile einige Alternativen, wenn sie zwar gerne einen trinken, aber Tiere lieben. Primero: Am Vortag findet ein von der Tierschutzorganisation Peta ins Leben gerufenes "Nacktrennen" statt.

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