Scherben aufkehren

Steiermark Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

TSCHETSCHENIEN Kein anderes Land hat mehr tschetschenische Flüchtlinge aufgenommen als Österreich. Experten auf einer Tagung in Graz üben heftige Kritik am neuen Asylgesetz, das von der liberalen Praxis abrücke.

Wie er darüber denke, dass fast zwei Prozent aller Tschetschenen in den letzten Jahren aus der Russischen Föderation nach Österreich flohen und großteils nach der Genfer Flüchtlingskonvention Asyl bekamen? Ganz allgemein - so der russische Außenminister Sergej Lavrov vor einigen Wochen auf die Frage des Falter - sehe er das als Realisierung des verfassungsgemäßen Rechts von Staatsbürgern, ihren Wohnsitz frei zu wählen. In der großen europäischen Außenpolitik spielt das Thema Tschetschenien jedenfalls keine zentrale Rolle, in den Beziehungen der EU zu Russland stehen brennendere Fragen zu Öl und Gas im Vordergrund.

Anders verhält es sich im Flüchtlingswesen: Asylwerber aus der russischen Teilrepublik bildeten in den letzten drei Jahren hierzulande die größte Flüchtlingsgruppe.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige