SOZIALE ARCHITEKTUR

"Herausforderungen auf allen Ebenen"

Steiermark Kultur | Fabian Wallmüller | aus FALTER 23/06 vom 07.06.2006

Der Gebrauchswert von Architektur spielt im Schaffen des Grazer Architekten Eilfried Huth seit vielen Jahren eine zentrale Rolle. Nachdem er in den Sechzigerjahren noch spektakuläre Bauten gemeinsam mit seinem damaligen Partner Günther Domenig realisiert hatte, wandte er sich später ganz dem sozialen Wohnbau zu. Bei den am kommenden Wochenende stattfindenden Architekturtagen ist die Architektur als entscheidender Teil unseres Alltags wieder groß am Tapet. Architektur als soziale Verantwortung: Was sagt einer der Vorreiter zum neuen Trend?

Falter: Die soziale und politische Dimension von Architektur hat Sie schon vor dreißig Jahren beschäftigt. Heute ist das Thema wieder sehr aktuell. Überrascht Sie das?

Eilfried Huth: Eigentlich nicht - das sind ja immer Wellenbewegungen. Für mich persönlich war der entscheidende Punkt das Olympia-Attentat 1972 in München. Ich habe damals mit Günther Domenig einen Gastronomiebereich und eine Schwimmhalle für die Spiele gebaut. Mit dem Attentat


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