Ein Aufrechter

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Persönliche Erinnerungen an Hubertus Czernin, der letzte Woche im 51. Lebensjahr starb.

Gewiss, wir kommen alle dran. Aber es gibt Zeiten, in denen macht sich der Tod besonders unangenehm bemerkbar. Schlimm ist es, wenn er Leute nimmt, die jünger sind als man selber. Wie Hubertus Czernin, der letzte Woche starb, ehe er den Humanitätspreis der B'nai B'rith entgegennehmen konnte (die geplante Laudatio von Alfred Noll wurde zum Nachruf, Auszüge daraus lesen Sie auf Seite 16). Hubertus Czernin litt seit langem an einer Zellerkrankung, einer Krankheit, die bisher unbekannt war, so dass sie, wie dem Standard zu entnehmen ist, nun seinen Namen trägt: Morbus Czernin. Nach manchen benennt man Schmetterlinge, nach manchen Krankheiten. Dieses Denkmal hätte er nicht gebraucht.

Über Hubertus Czernin zu schreiben, heißt für mich, in der eigenen Biografie zu wühlen. Wir kannten uns gut, standen einander sogar nahe, waren aber weit davon entfernt, auch nur das zu pflegen,


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