"Chronische Prekarität"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

Gesprächsreihe Der französische Sozialwissenschaftler Robert Castel über die Nostalgie nach den Siebzigerjahren, die Armen, die heute "unnütze Menschen" sind und das Ziel der Vollbeschäftigung.

Robert Castel, 73, ist einer der führenden französischen Sozialwissenschaftler und Forschungsdirektor an der Pariser École des Hautes Études en Siences Sociales. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den neuen Erscheinungen sozialen Ausschlusses. Prekarität ist heute fast ein Modewort geworden - Castel weist seit mehr als zehn Jahren auf diesen gesellschaftlichen Trend hin. Berühmt ist seine große Studie "Die Metamorphose der sozialen Frage" (UVK-Verlag, Konstanz, 2000). Vergangenes Jahr erschien sein Buch "Die Stärkung des Sozialen". Kommenden Dienstag ist er zu Gast bei der von Kreisky-Stiftung und Falter in Kooperation organisierten Gesprächsreihe "Genial dagegen".

Falter: Das Unbehagen am Kapitalismus zieht Kreise - etwa das Unbehagen über die Unsicherheit, die sich überall


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