INTERVIEW MIT OLAFUR ELIASSON

"Spektakel für Hypersensible"

Kultur | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

Der dänische Künstler Olafur Eliasson, Jahrgang 1967, erhielt letzte Woche mit dem Friedrich-Kiesler-Preis die höchstdotierte Auszeichnung für Künstler und Architekten in Österreich. Der Architekt, Designer und Bühnenbildner Friedrich Kiesler (1890-1965) entwickelte die interdisziplinäre Theorie des "Correalismus", einer endlosen, multidimensionalen Wechselbeziehung zwischen Kunst, Mensch und Raum.

Falter: Sie gehören zu den am häufigsten ausgestellten Künstlern unserer Zeit. Wie überstehen Sie den globalisierten Kunstzirkus?

Olafur Eliasson: Das ist nicht immer einfach. Ich fliege tatsächlich sehr, sehr viel. Das kommt auch daher, weil ich bei fast jedem meiner Projekte die jeweiligen Orte mit einbeziehe. Ich überlasse die Vermittlung meiner Arbeit so wenig wie möglich den Museen. Die negativen Konsequenzen für mein Leben habe ich dabei manchmal unterschätzt. Aber die Kommunikation mit diesen vielen Menschen ist unheimlich inspirierend für mich. In den letzten Wochen war


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