NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

JAZZ

Roy Hargrove: Nothing Serious

Verve/Universal

BMit zwei zeitgleich erscheinenden CDs (s.u.) macht Roy Hargrove einen auf Tausendsassa. Auf "Nothing Serious" zeigt er, dass er, obwohl erst 1969 auf die Welt gekommen, auch im Jahr, sagen wir mal, 1959 ganz zuhause ist. Bei der ersten Quintettaufnahme seit zehn Jahren (wie uns der Aufkleber auf "Nothing Serious" wissen lässt) hat er sich den um 37 Jahre älteren Slideposaunisten Slide Hampton als Gaststar in die Band geholt, in dessen Oktett seinerzeit das früh verstorbene Trompetengenie Booker Little und Instrumentalkollege Freddie Hubbard spielten. Solche Referenzen sind signifikant für ein Album, das einen technisch fraglos äußerst beachtlichen Instrumentalisten zeigt, der seinen satten, samtenen Sound am Flügelhorn ebenso locker über Balladenbackground träufelt, wie er dem strahlenden Stahl seiner Trompete rasanten und dennoch leichtfüßigen Hardbop entlockt. Nur: Warum hören wir uns da nicht gleich die Originale von Clifford


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