AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Martin Lhotzky | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

Fußballweltmeisterschaften sind auch für den Kriminalroman ein geeignetes Spielfeld, als Beispiel sei ein historischer Fall erwähnt. Für das Endspiel Deutschland gegen England wird ein Besucherrekord vorausgesagt, also plant Grebbs Bande, den Transporter mit den Tageseinnahmen auszurauben. Das eigentliche Hirn, genannt "Delphin", bleibt im Hintergrund, ein Reporter auf der Strecke. Kommissar Varney ermittelt, weiß aber vorerst nur eins: "Der Mörder saß im Wembley-Stadion". Dies alles spielte im Jahre 1966 - England wird Weltmeister, der Delphin verhaftet.

Fast spannender noch als der Roman selbst ist dessen Geschichte. Zuerst 1967 unter dem Pseudonym Hans Walldorf in der DDR publiziert, wurde das Buch ein großer Erfolg im Osten, Übersetzungen erschienen auch in den sozialistischen Bruderstaaten. Nach der Übersiedelung von Autor Erich Loest in den Westen kam es 1985 zu einer Neuauflage im Fischer Verlag. Nun anlässlich der WM 2006 kommt eine dritte, stark veränderte Version bei


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige