STADTRAND

Laute(r) Plakate

Stadtleben | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

Um die kleine "Stadtrand"-Serie über Irrtümer Marketing und Reklame betreffend zu einem vorübergehenden Abschluss zu bringen, an dieser Stelle noch der Hinweis auf selbsterklärende Werbeplakate, wie sie in Kanada derzeit üblich sind. Selbsterklärend meint hier ausnahmsweise nicht die Botschaft des Plakats, die man lesen (oder im Falle von Bildern: betrachten) kann. Vielmehr verfügen ausgewählte Reklametafeln in den U-Bahn-Stationen von Toronto und Vancouver über einen Kopfhöreranschluss. Man muss sich nur einklinken und hört dann Musik. Das ist dann Reklame für ein Brausegetränk und dessen Homepage, wo man sich mit einem Code (auf jeder Flasche des Brausegetränks) noch mehr Musik vorspielen lassen kann. Hoffentlich landet dieses wahnsinnig spannende Werbekonzept nicht eines Tages bei uns in Wien. Hier würde man sicher drum streiten, wer seine Kopfhörer als nächstes ins Plakat stöpseln darf. Gab's so was Ähnliches nicht erst mit Blinkdioden? Eine Art "Downloadzone" (was für ein Wort, aber "Runterholgebiet" klingt auch komisch ...) für Klingeltöne? Wer macht so was? Wir hören doch lieber eigene Musik. C. W.


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