Alles sehen, nichts begreifen

Steiermark Kultur | Franz Niegelhell | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

KUNST Das Grazer Kunsthaus macht Inventur. Mit seiner Schau der Sammlung Herbert zeigt es historische Höhepunkte der Konzeptkunst.

Die Sammlung von Annick und Anton Herbert ist von einem derartigen Umfang und solcher Dichte, dass auf der Grundlage der vielen exemplarischen Werke, die sie beinhaltet, ein dickes Buch über die Kunst der 1960er-und 1970er-Jahre geschrieben werden könnte", schreibt Anne Rorimer im Katalog zur Ausstellung "Inventur. Werke aus der Sammlung Herbert" im Grazer Kunsthaus. Und man kann ihr nur Recht geben. Die Sammlung des belgischen Ehepaars ist so etwas wie eine Familienzusammenführung von Gleichgesinnten. Die Jahreszahlen 1968 (Studentenbewegung) und 1989 (Fall der Berliner Mauer) bilden dabei den zeitlichen Rahmen. Zwischen diesen beiden Polen bewegte sich die Kunst, die die Herberts Anfang der Siebzigerjahre zu sammeln begannen. Dabei sei es ihnen vor allem auch um einen gedanklichen Austausch mit den Künstlern gegangen, erklärte Anton Herbert. Es sei von


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