IN KÜRZE

Steiermark Kultur | aus FALTER 24/06 vom 14.06.2006

SCHÖNGESANG Wenn weiße, kahle Wände sich sperrig türmen, dann hat im Grazer Opernhaus Bühnenbildner Jörg Koßdorff (ebendort auch Intendant) wieder einen Aktionsraum gebaut, in dem Regisseur Christian Pöppelreiter seine Figuren aufstellen kann: Seit 1983 arbeiten die beiden hier-und andernorts zusammen, da verfestigt sich so manches Stilelement, und das Grazer Opernpublikum nimmt es inzwischen mit (nostalgischem?) Jubel zur Kenntnis. Neuester Streich des Duos, das mit Kostümbildnerin Hanna Wartenegg zum szenischen Trio und mit dem Dirigenten Wolfgang Bozi- zum kompetenten Quartett geworden ist: Umberto Giordanos "André Chenier", diese vor allem für den tenoralen Titelhelden so dankbare Schönklangorgie. Julian Gavin fasziniert in den massiven Ausbrüchen wie in lyrischer Zurücknahme gleichermaßen, ihm gesanglich ebenbürtig und darstellerisch noch glaubwürdiger der Bösewicht-Bariton Boris Statsenko. Dazwischen steht die liebestodsüchtige Madeleine, von Galina Shesterneva

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