Schlachthaus statt See


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

ÖGB Die verschuldete Gewerkschaft überlegt, sogar Seen zu verkaufen und vom teuren 1. Bezirk in die billigere Schlachthausgasse zu übersiedeln.

Im Firmendickicht von Bawag und Österreichischem Gewerkschaftsbund ÖGB gibt es selten, aber doch auch positive Überraschungen. "Stimmt es, dass uns irgendwelche Seen gehören?", fragte ein verzweifelter Bawag-Pressesprecher vergangene Woche in der ÖGB-Zentrale an. Nach einigem Stöbern in Geschäftsunterlagen stellte sich heraus, dass die Gewerkschaft über eine Tochtergesellschaft der Bawag gleich zwei Kärntner Gewässer - den Maltschacher und den Hafner See - besitzt.

Aber weil mit dem Verkauf der beiden Seen die rund zwei Milliarden Euro Schulden, die der ÖGB nach momentanem Stand durch die Bawag-Affäre angesammelt hat, noch lange nicht gedeckt sind, wird künftig in allen Bereichen gespart. Der ÖGB plant, in der Schlachthausgasse, Ecke Viehmarktstraße im 3. Bezirk rasch zwei neue Gebäude in die Höhe zu ziehen. "Es gibt dort ein Angebot,

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