Dumpfbacken verwirren

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

ANARCHIE Bawag-Skandal und Gewerkschaftskrise sind kein Zufall, sagt Wirtschaftsprofessor Gerhard Senft. Sein Ratschlag für die roten Riesen: mehr Basisdemokratie - weniger Manager.

ánarchós - griechisch für "ohne Führer"

Diese ,Arbeiterbank' besteht vornehmlich dazu, das ihr von den Gewerkschaften geliehene Geld für rein kapitalistische Verzinsungs-und Kreditgeschäfte zu verwenden. (...) Es wird also das Geld des Proletariats, dessen Spargroschen, die Gewerkschaftskassen, dem mächtigen Finanzkapital ausgeliefert. (...) Und wofür werden all diese Gehälter und Spesen bezogen? Nicht, um der Arbeiterbewegung zu helfen, sondern um nur einen Geschäftsbetrieb mehr als Betätigungsfeld für führende Politiker zu haben." Diese Kritik des österreichischen Anarchisten Pierre Ramus an der "Arbeiterbank", dem Bawag-Vorläufer, stammt aus den 1920er-Jahren. Für den Wiener WU-Professor Gerhard Senft gibt die aktuelle Krise von Bawag und ÖGB den damals geäußerten Bedenken Recht. Sie bestätige


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