"Ich liebe Literatur nicht"

Die Bachmann eignet sich auch gut für Heiligenverehrung - sie gehört zu jenen Schriftstellerinnen, die man gerne mit dem bestimmten Artikel versieht: "die Bachmann". Verstellt das nicht auch den Zugang zu den Texten?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

INTERVIEW Die Schriftstellerin und Übersetzerin Terézia Mora spricht über die "selbstverzehrende Unerbittlichkeit" Ingeborg Bachmanns, die dieser Tage ihren 80. Geburtstag gefeiert hätte, und darüber, wie man arbeiten, was man lesen und wer ins Fußball-WM-Finale kommen soll.

Die 1971 in Sopron geborene Terézia Mora, die seit 1990 in Berlin lebt, gehört zu den meistbeachteten jungen Autorinnen deutscher Sprache. Das spiegelt sich nicht zuletzt in Literaturpreisen wider: 1999 errang sie mit einer Erzählung aus dem Band "Seltsame Materie" den Ingeborg-Bachmann-Preis, 2005 wurde sie für ihren Roman "Alle Tage" (2004) mit dem erstmals vergebenen Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Am vergangenen Wochenende hielt Mora im Musil-Haus Klagenfurt einen Vortrag mit dem Titel "Die Masken der Autorin" und eröffnete damit den Reigen der Veranstaltungen zu Ehren Ingeborg Bachmanns, die am 25. Juni achtzig Jahre alt geworden wäre. An diesem Tag wird auch zum dreißigsten Mal der Ingeborg-Bachmann-Preis


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