Land der Berge

Gerhard Midding | Kultur | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

FILM Sympathie für die Bourgeoisie: der luftige Beziehungsfilm "Malen oder Lieben" von Arnaud und Jean-Marie Larrieu.

Der Wert eine Kunstwerks, heißt es einmal in diesem Film, bemisst sich in der Atmosphäre, die es um sich herum schafft. Es ist eine nicht gering zu schätzende Disziplin, die Aura eines Orts filmisch einzufangen, Stimmungen in Bilder zu fassen. Noch seltener ist freilich die Gabe, die Atmosphäre zur Triebfeder eines Drehbuchs zu machen.

In der pastoralen Idylle der Voralpen geraten die Stadtmenschen William (Daniel Auteuil) und Madeleine (Sabine Azéma) in den Bann flirrender Sinneseindrücke, lassen sich ein auf neue Erfahrungen, die bald eine unverhoffte, gebieterische Selbstverständlichkeit gewinnen. Bei einem Ausflug in die Berge begegnet die Hobbymalerin Madeleine einem Blinden (Sergi Lopez), der sich als Bürgermeister des nahe gelegenen Orts vorstellt und ihr ein leerstehendes Haus zeigt, in das sie sich augenblicklich verliebt. William langweilt sich, nachdem

  464 Wörter       2 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige