Platte mit Aussicht

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

MUSIK Dem Popdandy Neil Hannon alias The Divine Comedy ist mit "Victory for the Comic Muse" eines seiner besten Alben gelungen. Unabsichtlich.

Vor fünf Jahren musste die relativ kleine, aber verschworene Fangemeinde der britischen Band The Divine Comedy einen radikalen Kurswechsel verkraften. Neil Hannon, der Mann hinter Divine Comedy, hatte das jahrelang sorgfältig aufgebaute Image als dekadent-sarkastischer Dandy für beendet erklärt. Statt maßgeschneiderter Tweed-Anzüge trug er jetzt Jeansjacken und bequeme Cordhosen, statt als Soloprojekt mit Begleitmusikern präsentierte sich The Divine Comedy auf einmal als "richtige" Band. Weil das im neuen Stil produzierte Album "Regeneration" dann aber nicht auf die erhoffte Resonanz beim großen Publikum stieß, wurde das Experiment nach wenigen Monaten wieder abgebrochen. Hannon feuerte die Band, holte reumütig die Anzüge und Krawatten aus dem Schrank und spielte fast im Alleingang das Album "Absent Friends" (2004) ein, auf dem fast alles


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