KUNST KURZ

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

Der Mythos will, dass Egon Schiele als Outlaw und Einzelgänger gilt, der von einer prüden, kunstfeindlichen Öffentlichkeit verfolgt wurde und dementsprechend früh verstarb. Wie gut vernetzt Schiele in Wirklichkeit war, und was für eine große Rolle künstlerische Freundschaften in seiner Laufbahn spielten, beweist nun die instruktive Ausstellung "Die Tafelrunde. Egon Schiele und sein Kreis" in der Österreichischen Galerie Belvedere (bis 24.9.). Bereits als 16-Jähriger auf der Kunstakademie aufgenommen, verfolgte der 1890 geborene Künstler seine Ziele vor allem im Verbund mit anderen. Nur drei Jahre hielt es Schiele auf der Wiener Kunstakademie aus: Als Protest gegen ihren konservativen Professor brachen Schiele und etliche seiner Kollegen 1909 ihr Studium ab und nahmen stattdessen ihr eigenes Marketing in die Hand.

Als "Neukunstgruppe" traten Künstler wie Anton Faistauer, Franz Wiegele und Albert Paris Gütersloh im selben Jahr im Kunstsalon Pisko auf, einer der wichtigsten Galerien


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