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Hinterhofidylle

Stadtleben | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

Der Vorteil von Hinterhöfen gegenüber dem Schanigartenmodell: kühler, intimer, kein Straßenlärm; der Nachteil: Lärmentwicklung und damit rigorosere Sperrstunden. Hier nimmt man die Nachteile gern in Kauf:

Mill, 6., Millerg. 32, Tel. 0676/309 51 61, Mo-Sa 11-24, So 11-15 Uhr.

Nach dem Umbau des traumhaften Stomach-Gartens ist das Mill derzeit Hinterhofspitzenreiter: Topfpflanzenidylle, Heurigenatmo, indonesisch unterlegt, tolle Veranda, feines Essen.

Stomach, 9., Seeg. 26, Tel. 310 20 99, Mi-Sa 18.30-23, So 12-21.30 Uhr.

All-Time-Highlight des neuen Wiener Beislwesens. Das Stomach - 1989 aus einer Diplomarbeit dreier WU-Studenten entstanden - wurde zum Ausgangspunkt für sehr viel und blieb ein hervorragendes Beisl. Der Garten der Prä-renovierungsära war wie aus einer anderen Welt, wunderschön ist er immer noch.

Shakti, 7., Kircheng. 28,

tägl. 18-2 Uhr.

Auch hier wurde umgebaut, auch hier ist der Hinterhof ein Tor in eine andere Dimension. Man fühlt sich wie ein Statist eines Karin-Brandauer-Films, und das kann schon ganz gut sein.

Zur Goldenen Glocke, 5., Kettenbrückeng. 9, Tel. 587 57 67, Mo-Sa 11-14.30, 17.30-24 Uhr,

Grandioser Pawlatschengarten mit Gemälden aus den Zwanzigerjahren. Nach Neuübernahme vor drei Jahren ging's auch kulinarisch wieder steil bergauf. Gasthausjuwel!

WEIN - Weil die Wachauer Steinfeder-Weine (Leichtwein mit höchstens 11,5 % Alkohol) in den Achtzigerjahren völlig in waren, sind sie jetzt einigermaßen out. Wie blöd das ist, merkt man zum Beispiel bei einem Schluck des Grünen Veltliner Steinfeder 2004 "Spitzer Gärten" des Newcomers Anton Nothnagl: so was von frisch, so was von knackig, so was von Frucht. Perfekter Sommerwein.

Preis: E 4,80, Bew.: 4/5 ( sehr gut), bei Anton Nothnagl, Radlbach 7, 3620 Spitz, Tel. 02713/26 12.


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