"Jede Revolte ist legitim"

Steiermark Politik | Herwig G. Höller und Thomas Wolkinger | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

GLOBALISIERUNG Nanni Balestrini, der große Erzähler der italienischen Arbeiter-und Studentenproteste der Sechziger und Siebziger, zu Gast beim Sozialforum in Graz. Die Ikone der Antiglobalisierungsbewegung über das Ende des Arbeiters, die große Depression und die Grenzen des Kampfes.

Im Falle Nanni Balestrinis behielt das Wort Avantgarde schon immer seinen doppelten Wortsinn. Als Balestrini im Alter von 28 Jahren gemeinsam mit Umberto Eco und anderen in Palermo "il gruppo 63" gründete, war das zugleich die Geburtsstunde der literarischen "Neoavandgardia" in Italien. Und aus seiner späteren Romantrilogie über die Arbeiter-und Studentenkämpfe in Italien - "Wir wollen alles", "Die Unsichtbaren" und "Der Verleger" über Giangiacomo Feltrinelli, der bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Hochspannungsmast ums Leben kam - geht auch ein gehöriges Maß an Militanz hervor. Avantgarde meint schließlich auch Vorhut im militärischen Sinn. 1969 war Balestrini gemeinsam mit seinem Freund Toni


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