Eiffelturm für Maribor

Thomas Wolkinger | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 25/06 vom 21.06.2006

LENT FESTIVAL Mit einer wilden Mischung aus Folklore, Theater und Jazz schafft die Stadt an der Drau alljährlich den Ausbruch aus der Provinz.

In der Zeit nach der Unabhängigkeit Sloweniens im Jahr 1991 schlitterte Maribor, zweitgrößte Stadt des Landes, in eine tiefe Krise. Die Fabriken der traditionsreichen Industriestadt an der Drau erwiesen sich als unproduktiv und überdimensioniert, eine schwere Rezession kam über die Stadt und mit ihr die Arbeitslosigkeit. Zum Ende des Milleniums führte Maribor eine traurige Statistik an: Das Europäische Statistikamt wies Maribor als die Stadt Europas mit dem größten jährlichen Bevölkerungsrückgang aus. Rund 3,1 Prozent der Einwohner beschlossen damals Jahr für Jahr, ihr Glück anderswo zu suchen.

"Wir wollten etwas gegen die absolute Stille tun", sagt der Dramatiker Marko VezovisÇek, der schon früh mit Gleichgesinnten aus der Marburger Kulturszene beschlossen hatte, gegen die gähnende Leere in der Stadt anzukämpfen. Vor allem zu Sommerbeginn

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