Alltägliche Einzelfälle

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

MENSCHENRECHTE Das neue Asyl-und Fremdenrechtspaket, versprach die Regierung, sollte jenen das Leben erleichtern, die Schutz suchen und legal in Österreich sind. Ein halbes Jahr danach zeigt sich: Die Situation hat sich sowohl für Asylwerber als auch für Migranten massiv verschlechtert.

Zlatko B. kennt sich aus in Österreich. "Ich hab jeden Tag die ,ZiB 2' geschaut und österreichische Zeitungen - aber nicht nur die Krone - gelesen", sagt der Kroate. Seit 1994 hat B. in Österreich gearbeitet, als Koch mit einer Saisonnierbeschäftigungserlaubnis. Weil er so fleißig war, bekam der ehemalige Saisonnier vor zwei Jahren einen Befreiungsschein, mit dem er bis zum Jahr 2009 in ganz Österreich jeden Job annehmen kann. Trotzdem sitzt der 37-Jährige in seinem Heimatdorf in Kroatien fest. Denn arbeiten darf B. in Österreich zwar - ins Land einzureisen ist ihm allerdings nach dem neuen Fremdenrecht verboten.

Herr I. aus Bangladesch wiederum darf in Österreich zu Hause sein, hat einen Chef,


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