Monika und die Macht

Medien | Gerald John | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

ORF Dank eisernem Besen und mächtigen Freunden arbeitete sich Monika Lindner zur ORF-Chefin empor. Doch nun könnte ihr Posten wackeln. Hat sich Lindner weitere Jahre an der Spitze des Senders verdient?

Vielleicht wäre Monika Lindners Leben ohne den Kunstgriff anders verlaufen. Die Spielkameraden hätten sie möglicherweise verspottet und der "Zuagrasten" aus Schlesien einen Teil jenes Selbstbewusstseins geraubt, das ihr bei der Karriere so nützlich werden sollte. Also trennte sich das Mädchen nach dem Umzug nach Innsbruck von ihrem Vornamen Astrid. Weil der im Tiroler Dialekt wie "Oaschtritt" klingt.

Heute, Jahrzehnte später, ist Monika Lindner die mächtigste Frau der österreichischen Medienwelt. Seit viereinhalb Jahren steht sie an der Spitze des ORF - und will dort noch einmal so lange bleiben. Am 29. Juni wird der Posten des Direktors neu ausgeschrieben, Lindner galt bereits als sichere Siegerin. Bis der Moderator Armin Wolf im Mai eine kritische Rede wagte. Seither ebben die Proteste


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