PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

Ottfried Fischer war einmal ein sympathischer Nonkonformist, der in einer vormals intelligenten Serie das bigotte Bayern aufs Korn nahm. Jetzt ist er ein penetranter Adabei, der nicht nur die ewig gleiche Masche in blöden Filmen verbrät, sondern das Publikum auch noch mit seinen Gefühlswallungen belästigt. Dokumentieren lässt Fischer seinen Abstieg zum bayrischen Rainhard Fendrich (minus Koks) von den diversen Boulevardblättern. "Mein ganzes Leben ist nur mehr ein Scherbenhaufen", seierte Fischer in der Bild, nachdem ihm die Ehefrau wegen eines Seitensprungs den Weisel gegeben hatte: "Bitte nimm mich zurück." News stocherte nach und enthüllte, dass Fischers Gspusi in gewissem Sinne in einem ähnlichen Metier gearbeitet hatte wie nun ihr omnipräsenter Lover: "Ja, ich war einmal eine Prostituierte." Schließlich meldete sich, diesmal wieder in Bild, auch noch die Dritte im Bunde zu Wort: "Ich verzeihe ihm", flötete Frau Fischer - Fortsetzung folgt. Szenen wie aus einem "Bullen von Tölz" in seinen bissigen Zeiten. Nur war der Wahnsinn dort nach eineinhalb Stunden vorbei.


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