Lieder vom Sterbebett

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

MUSIK Drei Jahre nach Johnny Cashs Tod finden die "American Recordings" einen würdevollen Abschluss. Auch alte Soloaufnahmen sind aufgetaucht.

Untätig waren sie in den letzten drei Jahren nicht gerade, die Johnny-Cash-Industries. Bereits wenige Monate nach dem Tod des größten Countrysängers aller Zeiten am 12. September 2003 veröffentlichte Universal die aufwendig gestaltete 5-CD-Box "Unearthed". Noch unter Cashs Mitwirkung konzipiert, enthielt sie Dutzende zuvor unveröffentlichter Songs der gemeinsamen Jahre mit dem Produzenten Rick Rubin; "My Mother's Hymn Book", das Gospelalbum daraus, kam in der Folge auch als Einzel-CD in den Handel.

Sony BMG legte 2005 "The Legend" nach, eine mit rund hundert Songs ausgestattete Werkschau, der zum perfekten Karriereüberblick lediglich die - eben bei der Konkurrenz veröffentlichten - "American Recordings"-Aufnahmen aus Cashs letzter Karrieredekade fehlten. Als der Man in Black auch noch zum Hollywoodthema wurde ("Walk The Line"), folgte ein

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